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👋 Willkommen zur 30. Ausgabe des Think it Crypto Marktreports. Der Report, der dir in fünf Minuten sagt, was am Markt wirklich zählt. Bitcoin scheitert seit einer Woche an einer ganz bestimmten Mauer. Und zwar nicht irgendeiner, sondern der dicksten, die der Chart gerade hergibt. Gleichzeitig steigen die Anleiherenditen auf den höchsten Stand seit über 20 Jahren, die Fed streitet mit sich selbst, und heute Nachmittag kommen die Inflationsdaten, auf die alle warten. Dazu eine Meldung, die viele noch vor einem Jahr für Fantasie gehalten hätten: Ein Staatsfonds verkauft Gold, um Bitcoin zu kaufen. Das hab ich gerade im Blick: | ||||||
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🧱 Die Mauer über dem KursBitcoin steht bei rund 83.000 $ und bewegt sich seit sieben Tagen kaum (CoinGecko). Dafür gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist hinter den Kulissen ganz konkret: Zwischen 84.000 und 85.000 $ liegen mehr Coins von Langzeit-Haltern als auf jedem anderen Preisniveau des Charts (Glassnode). Wer dort gekauft hat, verkauft gern, sobald er wieder bei null ist. Genau diese Verkäufe fangen jeden Anlauf ab. Dazu kommt Druck von außen. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist über 5,6 % gestiegen, der höchste Stand seit 2002. Allein im September waren es rund 36 Basispunkte (Kobeissi). Erste Analysten halten bei der 10-jährigen sogar 6 % für möglich (Coindesk). Normalerweise ist das Gift für alles, was Risiko heißt. Und jetzt der interessante Teil. Bitcoin hält trotzdem. Spot-Händler verkaufen seit Tagen, aber der Kurs bricht nicht ein (Max Trades). Gold dagegen verlor zuletzt fast 4 %, während Bitcoin kaum zuckte (Caffe Satoshi). Seit Beginn des Iran-Kriegs steht Bitcoin bei +24 %, Gold bei −21 % (Bitcoin Archive). Ich bewerte das als Stärke, nicht als Schwäche. Ein Markt, der unter so einem Anleihe-Beben seitwärts läuft statt zu fallen, wird von jemandem gestützt. Aber: Solange die Mauer steht, ist Seitwärts oder sogar etwas tiefer das realistische Szenario. Ein Durchbruch braucht frische Nachfrage, und die ist gerade das große Fragezeichen (siehe unten). Takeaway: Nicht der Kurs ist die Geschichte, sondern dass er unter diesen Bedingungen überhaupt hält. Die Mauer bei 84.000 bis 85.000 $ ist die Linie, auf die du schauen solltest. | ||||||
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🏦 Fed im Streit mit sich selbst. Heute kommt PCE.New-York-Fed-Chef John Williams sieht keine Eile für die nächste Zinserhöhung, hält sie aber weiter für sein Basisszenario. Gouverneur Michael Barr will dagegen weiter anheben, weil die Inflation hartnäckig bleibt (crypto.news). Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit für eine Anhebung im Oktober fiel laut CME von rund 71 % auf 49 % (crypto.news). Wichtig: Die Richtung bleibt nach oben. Es geht nur ums Tempo. Heute kommt der PCE-Index, die Inflations-Kennzahl, auf die die Fed am meisten schaut. Kurz davor brach das US-Verbrauchervertrauen ein (Coindesk). Takeaway: Ein heißer PCE-Wert kippt die 50/50-Wette schnell wieder Richtung Anhebung. Heute Nachmittag wird es spannend. 🌍 Gold raus, Bitcoin rein. Zumindest bei einem Staatsfonds.Bitwise berichtet aus Gesprächen mit Großinvestoren: Mindestens ein Staatsfonds verkauft Gold, um Bitcoin zu kaufen (Crypto Briefing). Auch Pensionskassen und Stiftungen hätten im Bärenmarkt gekauft (Bitcoin Magazine). Vorsicht bei der Zuspitzung. Auf X wird daraus gern "Staatsfonds rotieren in Bitcoin". Belegt ist ein einzelner Fall aus einem Gespräch, der Umfang ist klein und nicht öffentlich bestätigt. Takeaway: Klein, aber symbolisch groß. Wenn der konservativste Investor der Welt Gold gegen Bitcoin tauscht, verschiebt sich etwas im Kopf der Großen. 📈 Der rote September ist gebrochenDer September ist historisch der schwächste Monat für Bitcoin. 2026 läuft es anders: Bitcoin steuert heute auf einen der stärksten September seiner Geschichte zu (Decrypt). Ob es am Ende der beste oder der zweitbeste wird, sehen die Quellen unterschiedlich (Bitcoin Magazine). Entschieden wird das heute Nacht beim Monatsschluss. Takeaway: Saisonale Muster sind Wahrscheinlichkeiten, keine Naturgesetze. Und der Oktober hat historisch einen deutlich besseren Ruf. 📊 Bull Score fast perfekt. Die Nachfrage aber nicht.CryptoQuant sieht seinen Bull Score bei 90 von 100. Gleichzeitig ist die Spot-Nachfrage in den letzten 30 Tagen um rund 170.000 BTC geschrumpft (Coindesk). Gewinnmitnahmen stehen auf dem höchsten Stand des Jahres, 80.000 $ gilt als erste Unterstützung (CryptoQuant). Die Gegenseite: Rund 75 % des Angebots liegen im Gewinn. Das ist exakt der Langzeit-Durchschnitt, also keine Überhitzung (Frank Fetter). Und die ETFs verbuchen den neunten Zufluss-Tag in Folge, zusammen rund 3 Mrd. $ (Bitcoin Archive). Allerdings sagt CoinShares selbst: Wie viel davon echte institutionelle Nachfrage ist, bleibt unklar (Cointelegraph). Takeaway: Der Trend ist gesund, aber müde. Genau das erklärt, warum die Mauer bei 84.000 $ gerade hält. | ||||||
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🔚 FazitBitcoin steckt fest. Aber es steckt auf einem Niveau fest, das unter einem Anleihe-Beben, einer uneinigen Fed und fallendem Gold erstaunlich stabil ist. Die Mauer steht. Noch. Wer durchbricht, entscheidet die Nachfrage, nicht die Schlagzeile. Tägliche News auf X (@thinkitcrypto) und auf meinem YouTube-Kanal. Bis zur nächsten Ausgabe: Augen auf, BTC stacken. | ||||||
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