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👋 Willkommen zur zweiten Ausgabe des Marktreports. Die letzten Tage waren laut. Ein eskalierender Krieg, ein KI-Beben an den Börsen. Und trotzdem steht Bitcoin knapp unter $65.000. Genau das ist die Geschichte, die diese Woche kaum jemand erzählt: nicht dass Bitcoin fällt, sondern dass er sich hält. | ||||||
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🟠 Bitcoin hält dem Druck stand. Ein Signal, noch kein Trend.Es war eine brutale Woche für Risiko-Assets. Der Iran-Konflikt läuft in seiner achten Nacht, ein iranischer Angriff auf eine US-Basis in Jordanien hat zwei US-Soldaten getötet (Cryptobriefing), der Ölpreis zieht an. Parallel ein KI-Beben an der Börse: Chinas Moonshot-Modell lässt Tech-Aktien einbrechen (Cryptobriefing), Apple überholt Nvidia als wertvollstes Unternehmen, SpaceX verliert in einem Monat eine Billion Dollar an Wert. Und Bitcoin? Steht knapp unter $65.000. Das ist bemerkenswert. Vorgestern lag das Tief bei rund $62.500, seitdem arbeitet sich der Kurs wieder hoch, seit gut 18 Tagen mit höheren Hochs und höheren Tiefs, seit 14 Tagen primär über der 200-Wochen-Linie. Trotz Krieg. Trotz Tech-Selloff. Dass Bitcoin unter diesem Stress nicht bricht, ist ein Signal. Vielleicht sogar ein früher Hinweis auf eine Rotation: Kapital, das aus den überhitzten Tech- und KI-Werten abfließt und langsam den Weg zurück in Bitcoin sucht. Aber Vorsicht. Ein paar starke Tage sind noch kein Trend. Das ist ein erster Datenpunkt, kein Beweis. Also weiter beobachten, nicht feiern. Unter der Oberfläche sieht es trotzdem zunehmend besser aus. Der Ω-Score von On-Chain Mind, ein Modell, das den Marktzyklus über das Verhältnis von Preis zu On-Chain-Aktivität misst, steckt seit rund 50 Tagen in seiner kältesten Zone. Und diese Zone hat historisch eine bemerkenswerte Bilanz: In 97 von 100 vergleichbaren Fällen hat sich ein Kauf auf Sicht von 24 Monaten ausgezahlt, im Median mit einem Plus von 349 Prozent, beim gleichzeitig geringsten Abwärtsrisiko des gesamten Modells (On-Chain Mind). Wichtig: Das ist eine Rückschau auf frühere Zyklen, keine Garantie für diesen. Aber es zeigt, in welchem Teil des Zyklus wir gerade stehen. Dazu passt: 🔹 Erstmals in diesem Zyklus liegt mehr Bitcoin im Verlust als im Gewinn (Bitcoin Expert India). 🔹 Die Long-Term-Holder halten mit 14,85 Millionen BTC einen Rekord. Sie verkaufen nicht. Aber, und das ist der wichtige Haken: Die echte Kaufkraft fehlt noch. Der Coinbase Premium Index ist seit 60 Tagen negativ (Coinglass), die US-Spot-Nachfrage ist also schwach. Auch das Spot-CVD, der Saldo aus aggressiven Käufen und Verkäufen am Spotmarkt, zeigt bislang wenig echten Kaufdruck. Bitcoin hält sich, ja. Aber gekauft wird noch nicht mit Überzeugung. Takeaway: Die Standhaftigkeit ist ein gutes Zeichen und vielleicht der erste Funke einer Rotation zurück in Bitcoin. Aber solange die Spot-Nachfrage fehlt, gilt: interessiert beobachten, nicht euphorisch werden. | ||||||
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🏛️ CLARITY Act: Entscheidung, und eine verpasste FristDer CLARITY Act geht in seine entscheidende Woche. Die Senats-Republikaner haben Freitag den überarbeiteten Gesetzestext vorgelegt (BSCN). Doch der Streitpunkt bleibt die Ethik-Klausel rund um Trumps eigene Krypto-Interessen, und eine Demokraten-Mehrheit ist nicht in Sicht. Bei Polymarket sind die Zustimmungs-Chancen auf ein Jahrestief von 31 Prozent gefallen. Fast ironisch: Ausgerechnet zum ersten Jahrestag des GENIUS Act haben die US-Regulierer jetzt auch die gesetzliche Frist für die finalen Stablecoin-Regeln verpasst (The Block). Takeaway: Die USA reden über Klarheit und liefern gerade das Gegenteil. 🏦 Die Institutionen kommen weiter, leiseWährend die Schlagzeilen schreien, läuft die Adoption im Hintergrund weiter. Morgan Stanleys Spot-ETFs auf Ethereum und Solana rücken näher an den Start (Cointelegraph), aktualisierte Anträge nennen eine Gebühr von 0,14 Prozent. SWIFT hat seine eigene Antwort auf Stablecoins gebaut (crypto.news), ein Ledger auf Basis von Bankengeld. Und sogar eine japanische Firma, die bislang keinen einzigen Bitcoin hält, sammelt 60 Millionen Dollar ein (The Block), um endlich welche zu kaufen. Takeaway: Der Lärm ist kurzfristig. Die Infrastruktur, die gerade entsteht, ist es nicht. ⚖️ Warren gegen Trump: der Ethik-Streit als BremsklotzSenatorin Elizabeth Warren fordert von Donald Trump, seine mutmaßlich $1,4 Milliarden schweren Krypto-Einnahmen innerhalb einer Woche offenzulegen (crypto.news). Zeitgleich prüft Trump Media, zahlungskräftigen Investoren bis zu $100.000 im Monat für einen Millisekunden-Vorsprung auf Trumps Truth-Social-Posts zu berechnen (FT). Takeaway: Genau dieser Interessenkonflikt ist der Grund, warum das große Krypto-Gesetz gerade festhängt. 🇪🇺 DACH & EU: MiCA füllt sich mit LebenAuch in Europa passiert etwas. Ripple Payments schließt sich mit 14 Unternehmen dem MiCA-Register an (BeInCrypto), und der Zahlungsdienstleister Paymonade hat eine MiCA-Lizenz für 30 Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums erhalten (BTC-Echo). Der regulatorische Rahmen, über den in den USA noch gestritten wird, steht hier längst und wird mit Leben gefüllt. Takeaway: Während die USA ringen, füllt Europa bereits die neue Struktur. | ||||||
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🔚 FazitOben tobt der Lärm. Krieg, KI-Crash, politisches Theater. Und mittendrin ein Bitcoin, der die letzten 2 Wochen strukturelle Stärke zeigt. Das ist ein gutes Zeichen, vielleicht der erste Funke einer Rotation zurück in Bitcoin. Aber ein Funke ist noch kein Feuer. Solange die echte Spot-Nachfrage fehlt, gilt: Das Fundament wird besser, der Beweis steht noch aus. Nicht euphorisch werden. Aufmerksam bleiben. Tägliche News auf X (@thinkitcrypto) und auf meinem YouTube-Kanal. Bis zur nächsten Ausgabe: Augen auf, BTC stacken. | ||||||
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