Think it Crypto
Marktreport #16

Das könnte der Funke sein.

21. August 2026 · Von Samir Strobel · 6 min Lesezeit
Think it Crypto Marktreport
Vier Tage grün, Bitcoin am unteren Rand der Angst. Ist das schon der Funke?

👋 Willkommen zur 16. Ausgabe des Think it Crypto Marktreports.

Der Report, der dir in fünf Minuten sagt, was am Markt wirklich zählt.

Das hier ist der erste Back-to-Back-Report überhaupt. Gestern die 15, heute die 16. Normalerweise lasse ich mehr Zeit dazwischen, aber gerade passiert einfach zu viel, um zu pausieren.

Bitcoin geht den vierten Tag in Folge hoch, steht bei knapp 77.000 Dollar, und die häufigsten Fragen in meinen DMs lauten plötzlich: "Soll ich jetzt kaufen?" und "Fällt Bitcoin nochmal?"

Beide Fragen sind verständlich. Lass uns nüchtern draufschauen. Das hab ich im Blick:

📈 Der Funke: Warum dieser Anstieg mehr sein könnte als ein Squeeze.
📊 Die Ängste: Soll ich kaufen? Fällt es nochmal? Ehrlich eingeordnet.
⚖️ CFTC macht Ernst: Und warum das Votum am 15. September echt wird.
🚀 XRP: Eine interessante Beobachtung zu den "Banker-Stunden".
🇺🇸 Iran: Warum die Vorsicht bleibt.

🚀 Vier Tage grün. Ist das schon der Funke?

Bitcoin steht über 75.000 Dollar und hat den 200-Tage-Durchschnitt zum ersten Mal seit November zurückerobert (Cointelegraph). Das Spannende ist aber nicht die Zahl. Es ist, von wo aus die Bewegung startet.

Bitcoin saß bei fast jeder Bewertungs- und Stimmungsmetrik am unteren Ende seiner Spanne. Der spekulative Überschwang der letzten Rally, im Marktjargon die "Froth", also der heiße Schaum aus gehebelten Wetten und übertriebener Euphorie, ist laut BlackRock weitgehend abgebaut (Dailyhodl). Wenn sich von so einem ausgewaschenen Niveau etwas entzündet, ist mehr Luft nach oben als nach einem Monat Euphorie. Der Rekord-Short-Squeeze der letzten Tage könnte genau dieser Funke sein, nicht nur ein kurzes Aufflackern.

Interessant ist auch: Viele Kurzfrist-Halter haben kräftig Gewinne mitgenommen, allein 44.300 Bitcoin wanderten in Profit an die Börsen (Darkfost). Und der Kurs hält bislang trotzdem, sogar vier Tage am Stück im Plus. Das heißt: Die Nachfrage schluckt das Verkaufsangebot.

Dazu kommen freiwillige Käufer. In die Bitcoin-ETFs flossen 517 Millionen Dollar, der stärkste Tag seit dreieinhalb Monaten, in die Ether-ETFs 189 Millionen, der stärkste seit zehn Monaten (The Block). Das sind Käufer, die freiwillig zugreifen, nicht Shorts, die zum Rückkauf gezwungen werden. Nach dem Prinzip "Preis bewegt Preis" kann so ein Impuls genug Momentum aufbauen, um sich selbst zu tragen.

Im Hintergrund läuft ein politischer Rückenwind. Trump pusht Krypto weiter, und bis zu den Midterms in rund drei Monaten hat er allen Grund, das Narrativ positiv zu halten. Selbst Lyn Alden sagte live im TV, der Boden sei "nach fast jeder Metrik" drin (crypto.news).

Heißt das up only? Nein. Es kann trotzdem ein False Breakout sein. Der ehrliche Test kommt jetzt: Kann der Kurs diese Niveaus aus eigener Kraft halten, wenn die Squeeze-Energie verpufft? Lass die Bewegung sich erstmal beweisen.

Takeaway: Die Zutaten für einen echten Run liegen auf dem Tisch. Ausgewaschene Stimmung, Nachfrage, die das Angebot schluckt, freiwillige Käufer und politischer Rückenwind. Das ist mehr als ein Liquidations-Strohfeuer. Vorsichtig bleiben, ja. Aber dieses Setup verdient, ernst genommen zu werden.

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📊 Reden wir über die Ängste.

Zwei Fragen tauchen gerade überall auf. "Soll ich jetzt kaufen?" und "Fällt Bitcoin nochmal?" Nach 20 Prozent in vier Tagen fühlt sich Einsteigen wie Kaufen am Top an, und draußen bleiben wie Aufgeben kurz vor dem Run. Beide Gefühle sind normal.

Zur Einordnung: Stimmung und Bewertung stehen am unteren Rand ihrer Spanne, da ist historisch mehr Platz nach oben als nach unten. Trotzdem ist ein Rücksetzer Richtung 65.000 bis 67.000 Dollar jederzeit drin (Coindesk). Und der Boden bleibt umstritten, es gibt immer zwei Lager. Auf der einen Seite Lyn Alden, auf der anderen Bloomberg-Analyst Mike McGlone, der Bitcoin schlicht "wertlos" nennt.

Takeaway: Die stärksten Züge fühlen sich am Anfang unangenehm an. Weder aus Reue hinterherspringen noch aus Angst erstarren. Koppel deine Position an einen Plan, nicht an dein Bauchgefühl.

⚖️ Washington: Die CFTC macht Ernst.

Der Kernpunkt ist nicht der Gesetzes-Stau vom CLARITY Act, sondern die Behörde. CFTC-Chef Mike Selig kündigte an, notfalls mit den bestehenden Vollmachten ein eigenes Regelwerk für Krypto zu bauen, sollte der Kongress scheitern. "Wir haben den Rubikon überschritten", sagte er (Coindesk). Klarheit kommt also so oder so, per Gesetz oder per Behörde.

Und das Votum zum CLARITY Act steht: 15. September. Brian Armstrong ist auffällig zuversichtlich, und sein Argument hat Gewicht. Man setzt kein Votum an, während sich alle um knappe Floor-Time im Senat prügeln, wenn man nicht glaubt, dass es durchgeht (X).

Takeaway: Zwei Wege zum selben Ziel. Ob Gesetz oder Behörde, die Leitplanken kommen.

🚀 Interessante Beobachtung: XRP und die "Banker-Stunden".

XRP hatte die beste Woche seit 2020, angetrieben von einem auffälligen Muster: Fast ein Viertel aller Transaktionen fällt in das Drei-Stunden-Fenster, in dem sich Londoner und New Yorker Handelszeiten überschneiden (Coindesk).

Takeaway: Wenn Kapital nach "Banker-Stunden" fließt, sitzt am Steuer nicht mehr nur Retail.

🇺🇸 Iran hält die Vorsicht wach.

Trumps "Economic D-Day" gegen den Iran schwelt weiter. Unmittelbare Großangriffe sind vom Tisch, aber die Schiffspassagen durch die Straße von Hormuz sinken und Öl steuert auf die zweite Woche im Plus zu (Cryptobriefing).

Takeaway: Der geopolitische Risikoschalter ist nicht aus, nur gedämpft. Ein Grund mehr, die Rally nicht für selbstverständlich zu halten.

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🔚 Fazit

Ausgewaschene Stimmung, Nachfrage, die das Angebot schluckt, freiwillige Käufer und ein politischer Rückenwind bis zu den Midterms. Das ist mehr als ein Strohfeuer, und es ist der Grund, warum ich diese Bewegung ernst nehme.

Aber "mehr als ein Strohfeuer" ist nicht "sicher". Lass den Kurs beweisen, dass er diese Niveaus aus eigener Kraft hält. Vorsichtig bleiben heißt nicht draußen bleiben. Es heißt, mit Plan dabei sein statt mit Gefühl.

Tägliche News auf X (@thinkitcrypto) und auf meinem YouTube-Kanal.

Bis zur nächsten Ausgabe: Augen auf, BTC stacken.
– Samir

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Think it Crypto · Samir Strobel · Säntisstraße 8 · 78464 Konstanz · Deutschland · inquiry@thinkitcrypto.com
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