Think it Crypto
Marktreport #10

Das Warren-Buffett-Signal.

10. August 2026 · Von Samir Strobel · 5 min Lesezeit
Think it Crypto Marktreport
Buffett steigt von der Seitenlinie, die Wall Street misstraut den Banken. Was das für Bitcoin heißt.

👋 Willkommen zur 10. Ausgabe des Think it Crypto Marktreports.

Der Report, der dir in fünf Minuten sagt, was am Markt wirklich zählt.

Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat zum ersten Mal seit vier Jahren wieder netto gekauft und seinen legendären Cash-Berg schrumpfen lassen. Klingt unspektakulär. Hat aber mehr Bedeutung, als die meisten denken.

Warum das ausgerechnet jetzt ein Signal ist, was Larry Fink und Jamie Dimon damit zu tun haben und vieles mehr in der heutigen Ausgabe.

Das hab ich gerade im Blick:

🏦 Das Warnsignal dreht: Buffetts Cash-Berg schrumpft erstmals seit 4 Jahren.
📊 CPI-Woche: Bitcoin hält 65.000 $, ETFs kaufen wie seit April nicht mehr.
🏛️ CLARITY Act: bekommt ein Datum, der Senat stimmt am 15. September ab.
⛓️ Fork-Test: BIP-110 verpufft, Bitcoin läuft einfach weiter.
👀 On-Chain: die zittrigen Hände sind draußen.
🧹 Marktbereinigung: über 100 Projekte geben 2026 auf.

🏦 Das teuerste Warnsignal der Wall Street dreht sich

Jahrelang war Warren Buffetts Cash-Berg DAS Vorsichtssignal schlechthin. Wenn das Orakel von Omaha lieber Bargeld hält als zu investieren, dann stimmt etwas nicht. So die Lesart.

Jetzt schrumpft dieser Berg (und somit auch die Vorsicht) zum ersten Mal seit vier Jahren. Berkshire war zuletzt Netto-Käufer und hat einen Teil der rund 397 Milliarden Dollar Reserve wieder in den Markt gesteckt (Kobeissi).

Jetzt sollte man einen einzelnen Buffett-Move nicht überinterpretieren. Aber er passt in ein größeres Bild: Die Wall Street bewegt sich spürbar weg vom reinen Fiat-Denken.

BlackRock-Chef Larry Fink warnt inzwischen offen davor, Geld einfach auf dem Bankkonto liegen zu lassen (Cryptobriefing). JPMorgan-Chef Jamie Dimon sagt, die USA könnten ihren Status als Weltreservewährung verlieren (Watcher.Guru).

Ich bewerte das so: Das große Geld positioniert sich leise um, während viele Kleinanleger noch auf den Bitcoin-Kurs starren und sich über die Seitwärtsbewegung langweilen. Genau dann ist es meistens am interessantesten.

Takeaway: Wenn Buffett wieder kauft und Fink vom Bankkonto abrät, ist das kein Grund für Euphorie. Aber ein starkes Signal, dass die Vorsicht der letzten Monate kippt. Unter der Oberfläche bewegt sich mehr, als der Preis zugibt.

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📊 Die Woche der Wahrheit: 65.000 Dollar und die beste ETF-Woche seit April

Bitcoin hält sich stabil über 65.000 Dollar, während alle auf die US-Inflationsdaten am Mittwoch warten (Coindesk).

Die Nachfrage kommt dabei von unter der Oberfläche: In die Spot-ETFs flossen letzte Woche 853 Millionen Dollar, die stärkste Woche seit April, angeführt von BlackRocks IBIT (Coindesk).

Bei der Zinserwartung hat sich das Bild gedreht, von einer möglichen Anhebung auf schlicht Halten. Eine Zinssenkung ist ausdrücklich nicht mehr eingepreist (Cryptobriefing).

Die Hold-Stimmung ist aber nicht in Stein gemeißelt: Selbst Fed-Chef Kevin Warsh brachte zuletzt eine mögliche September-Anhebung ins Spiel, sollte die Inflation heiß laufen.

Takeaway: Ruhiger Preis, aber kräftige Nachfrage. Der CPI am Mittwoch entscheidet, ob aus dem Halten mehr wird.

🏛️ CLARITY Act bekommt endlich ein Datum

Der US-Senat stimmt am 15. September über den CLARITY Act ab, das große Gesetz zur Krypto-Marktstruktur (The Block).

Nur: Die Wettmärkte trauen dem Termin nicht. Bei Kalshi ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Gesetz dieses Jahr durchkommt, von 90 auf 20 Prozent gefallen (crypto.news).

Takeaway: Ein Datum ist noch kein Gesetz. Ich würde die Skepsis der Wettmärkte ernster nehmen als die Schlagzeile.

⛓️ Bitcoins erster echter Fork-Test verpufft

Kurz zum Hintergrund: Beim Streit um BIP-110 ging es um einen umstrittenen Änderungsvorschlag an Bitcoins Regeln, im Kern um die Bekämpfung von Daten-Spam in der Blockchain. Eine Minderheit wollte ihn per Fork erzwingen und spaltete das Netzwerk dafür kurzzeitig ab.

Doch die abgespaltene Minderheitskette blieb schon nach zwei Blöcken stehen, während das Hauptnetz einfach weiterlief (Coindesk).

Michael Saylor kommentierte trocken, Bitcoin habe exakt wie geplant funktioniert. Gestritten wird jetzt trotzdem, nämlich um die Rolle der BIP-Editoren (Cryptobriefing).

Takeaway: Das System hat den Stresstest bestanden. Der eigentliche Konflikt ist menschlich, nicht technisch.

👀 On-Chain: die zittrigen Hände sind draußen

Knapp 45 Prozent der Langzeithalter sitzen aktuell im Verlust (Sminston With). Klingt schlecht, ist historisch aber genau der Bereich, in dem sich in der Vergangenheit oft ein Boden gebildet hat.

Takeaway: Kein Kaufsignal, aber ein Stimmungsindikator. Wer jetzt noch hält, hält meistens aus Überzeugung.

🧹 Die große Marktbereinigung läuft

Der Markt macht gerade einen Dot-com-artigen Shakeout durch, 2026 haben schon über 100 Krypto-Projekte aufgegeben (Coindesk).

Kraken und Coinbase misten ebenfalls reihenweise Token aus, und Grayscale zog gleich drei Altcoin-ETF-Anträge zurück (crypto.news).

Takeaway: Das ist gesund. In jedem Zyklus trennt sich hier die Substanz vom Lärm.

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🔚 Fazit

Der Preis langweilt, und genau das ist die Falle. Das große Geld sortiert sich längst neu, und jetzt kommt zusätzlich wieder Schub durch die ETFs. Kein Vertrauen in Banken. Kein Vertrauen in reines Fiat. Aber wachsendes Vertrauen in harte Assets.

Ich sag's mal so: Die interessantesten Setups sehen selten aufregend aus. Dieses hier auch nicht.

Tägliche News auf X (@thinkitcrypto) und auf meinem YouTube-Kanal.

Bis zur nächsten Ausgabe: Augen auf, BTC stacken.
– Samir

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Think it Crypto · Samir Strobel · Säntisstraße 8 · 78464 Konstanz · Deutschland · inquiry@thinkitcrypto.com
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